
Also – auch wenn ich das Hier und Jetzt für viel faszinierender halte
als meine Vergangenheit, lass ich mich jetzt trotzdem auf diesen offiziellen
Homepage-Zwang ein „Du musst doch auch was zu deiner Person erzählen!“
Also bitte – für die, die es nun wirklich interessiert:
Im Jahre 1961 bin ich in Recklinghausen geboren worden.
Obwohl im Ruhrgebiet wuchsen mein zwei Jahre jüngerer Bruder und ich eher ländlich auf. ‚Gehsteig – was ist das? Traktorfahren – da kannten wir uns eher aus.“
Mein Abitur habe ich an einem naturwissenschaftlichen Gymnasium gemacht. Die Lehrer hielten Englisch und Französisch für meine absoluten Schwächen. Mit 17 habe ich in den Ferien in Frankreich gearbeitet und dort während einer Jugendfreizeit eine Gruppe geleitet – ich habe gelernt, dass ich mit meiner Französischschwäche durchaus gut überleben konnte. Ähnlich ging es mir dann später bei einem Forschungsaufenthalt in St. Louis in den U.S.A. Also – nur keine Angst vor den eigenen Schwächen!
Studiert habe ich dann Mineralogie und mein Diplom habe ich mit dem Schwerpunkt in der Kristallographie gemacht. Danach kam der Wechsel ins Institut für Planetologie. Meine Forschungstätigkeit an kosmischen Staubteilchen habe ich mit der Promotion im Fach kosmische Mineralogie abgeschlossen.
Was folgte war die Wirtschaft: zunächst der Wechsel in den Anlagenbau. Hier lag mein Schwerpunkt in der Ausstattung von Chemielaboren, z.B. bei Kläranlagen in den Arabischen Emiraten. Später folgte der Wechsel zu einer anderen Firma mit komplett neuen Aufgaben in den Bereichen Investor Relations und Öffentlichkeitsarbeit. Habe ich an der Uni noch Semesterfeten organisiert, konnte ich mich jetzt bei Analysten- und Pressekonferenzen sowie Aktionärsversammlungen tummeln. Das Organisieren war und ist einfach meins.
Im Jahr 2000 sind mein Mann und ich nach Österreich übersiedelt. Er hatte sich einen neuen Job gesucht und ich bin mitgegangen! War das spannend für mich. Denn es kam die wirklich schwierige Frage: Was will ich in meinem Leben unwahrscheinlich gerne tun – wie sieht meine Arbeitswelt aus in der ich mich mit Begeisterung einbringen will? Die Antwort ließ einige Zeit auf sich warten. Heute, elf Jahre später, weiss ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Ich arbeite mit Menschen zusammen, die ich mag und ich freue mich auf die Menschen, denen ich in meinen Seminaren begegne. Es ist einfach soviel bereichernder für mich mit Menschen zu arbeiten als mit kleinen Staubteilchen. Der Weg von den nächtelangen einsamen Messungen im Keller eines Instituts am Transmissionselektronenmikroskop bis zur genussvollen abendlichen Reflexion eines Seminars bei einem köstlichen Rotwein aus dem Burgenland war zwar lang aber lohnenswert und überaus spannend.
Natürlich möchte ich auch mein wunderbares Hobby erwähnen: das "genussvolle" Motorradfahren. Mit 15 Jahren offiziell begonnen, bereitet mir das Fahren auch heute noch total viel Freude – eigentlich mehr denn je. Es ist für mich dieses "something irresistible I can't stay without"-Ding geworden. Zum Fahren selbst ist dann auch das Schreiben über meine Touren hinzugekommen. Auch berichte ich über Motorrad-Neuerscheinungen, sobald ich sie gefahren bin – natürlich ist mein weiblicher Blickwinkel dabei nicht zu leugnen. Als externe Mitarbeiterin von 1000PS.at ist somit auch klar, wo meine ‚voller Begeisterung strotzenden' Ergüsse zu finden sind. Auch liegen mir die Einsteigerinnen und Wiedereinsteigerinnen am Herzen. Spezielle Highlights werden von mir in Verbindung mit dem Verein ‚Frauen-am-Motorrad.at' angeboten.
Und für die Tabellenbegeisterten unter uns hier eine ganz übersichtliche Zusammenstellung: Curriculum Vitae